Der soziale Auftrag des Kinder- und Jugendheimes VILLA WIRBELWIND


Beteiligung der Kinder und Jugendlichen am Alltag

Heimparlament
Einmal wöchentlich treffen sich unsere Schützlinge im Heimparlament.
In diesem Parlament nennen sie ihre Wünsche und Vorstellungen an den Alltag bei Villa Wirbelwind.
Der Sprecher des Parlaments diskutiert später mit dem Betreuungsteam über die Anliegen der Jungen, damit neue Ideen umgesetzt werden können.

Planung des Speiseplanes
Natürlich dürfen sich die Kinder und Jugendlichen an der Planung des Essens beteiligen.
Doch jede Woche Pizza wird langweilig und einseitig. Darum werden sie notfalls vom Betreuer unterstützt.

Raum und Zimmergestaltung
Jedes unser anvertrauten Kinder hat seine eigenen Vorstellungen, wann ein Raum gemütlich ist.
Deshalb stellen wir ihm vorerst nur die wichtigsten Möbel wie Bett, Schrank oder Schreibtisch bereit.
Dann darf das Kind selbst zum Zuge kommen.
Eine Wand bekommt seine Farbe, weitere Einrichtungsgegenstände und Poster kommen hinzu.
Eben so, dass jeder sich zuhause fühlt.

Wochenplanung und Freizeitgestaltung
Auch bei der allgemeinen Planung dürfen sich die Kinder und Jugendlichen mit einbringen.
Können alle am Mittwoch den Harry-Potter-Film im Fernsehen ansehen
oder müssen „die Kleinen“ trotzdem schon um 20:00 Uhr ins Bett?
Wer darf wann an den PC? Haben wir diese Woche Gitarrenunterricht?
All dies muss gemeinsam überlegt werden.

Der Beschwerdekasten
Wir haben für die jungen Menschen einen Beschwerdekasten, den sie gern – auch anonym – nutzen dürfen. Ihre Beschwerden werden ernst genommen und von der Heimleitung in die nächste Teamsitzung der Betreuer eingebracht. Wenn nötig darf das Kind oder der Jugendliche natürlich seine Eltern/ Sorgeberechtigten oder auch das Jugendamt miteinbeziehen.

Wir sind eine Gemeinschaft
Jedes Kind ist immer Teil einer Gemeinschaft!
Deshalb üben wir mit ihnen, sich in Gruppen verhalten zu können. Dieses ist z.B. in Vereinen, in der Schule, bei der Freizeitgestaltung oder im einfachen Alltag bei uns notwendig.
Das ist nicht einfach. Was muss dafür erlernt werden???

♦  Er lernt seine eigenen Bedürfnisse zu spüren und diese eventuell zurückstellen zu müssen.
♦  Er lernt, Kritik in Einzelgesprächen oder in der Gruppe ertragen zu können und daraus zu lernen.
♦  Er lernt Kompromisse zu finden und diese zu akzeptieren.
♦  Er lernt wie er im Streit Lösungen finden kann.
♦  Er erkennt, dass er nicht nur Rechte in der Gemeinschaft hat, sondern auch Pflichten und wie wichtig die Pflichten sind.
♦  Er lernt, dass alle Menschen in der Gruppe gleich viel wert sind.


Besondere Förderungen

Schulische und berufliche Förderung
In Abstimmung mit dem Kind, den Eltern, Vormündern und der Schule wählen wir die geeignete Schulform, so dass unser Schützling nicht über- bzw. unterfordert wird.
Im schulischen Alltag unterstützen wir ihn bei den Hausaufgaben. Zudem erarbeiten wir mit ihm gemeinsam verschiedene Lernformen, damit er im Unterricht und bei den Arbeiten erfolgreich sein kann.
Um immer den Kontakt zu den Lehrern zu halten, besuchen wir u.a. die Elternabende.
Neigt Ihr Sohn dazu, nicht zur Schule gehen zu wollen?
Keine Angst! Wir arbeiten mit Schulen zusammen, um dem entgegenzuwirken.
So informieren wir uns regelmäßig über das Sozialverhalten ihres Kindes in der Schule und arbeiten an eventuellem Fehlverhalten.
Möchte Ihr Sohn eine Berufsausbildung beginnen? Ist er sich noch nicht sicher, was er werden möchte?
Kein Problem! Gern vermitteln wir ihn in eine berufsvorbereitende Maßnahme bei der Agentur für Arbeit bzw. unterstützen ihn bei der Suche nach einem Praktikum oder einem Ausbildungsplatz.
Während der Ausbildung arbeiten wir selbstverständlich mit den Betrieben zusammen.

Förderung der Gesundheit
Neben dem Ziel der Gewichtsreduktion, lernen die Kinder und Jugendlichen natürlich auch allgemeine Dinge, die ihre Gesundheit betreffen. Dieses geht vom Zähneputzen über die Hygiene auch um die Frage, für wie wichtig sie ihre eventuelle Übelkeit oder die Muskelschmerzen halten.
Ist das ein kleiner Muskelkater oder muss ich zum Arzt?

Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
Wir sorgen in unserer Einrichtung für eine positive Atmosphäre!
Die Kinder und Jugendlichen sollen einen empathischen Umgang erfahren, um sich sicher zu fühlen und dann am guten Vorbild des Erziehers zu lernen.
Erst so wird er dem Beispiel folgen.
Kinder im Grundschulalter unterstützen wir zusätzlich durch eine heilpädagogische Frühförderung im Hause.

Krisenintervention
Treten Krisensituationen auf, geht der Erzieher auf jeden Beteiligten ein.
Er wird mit ihm oder ihnen die Problematik in ruhigem Rahmen erörtern.
Außerdem wirken die Mitarbeiter bei Bedarf deeskalierend auf die jungen Menschen ein und vermitteln allen Beteiligten Wege zur Bewältigung.

Einbeziehung der Eltern
Sie als Eltern bzw. als Vormund werden bei uns natürlich je nach Situation in den Erziehungsprozess mit einbezogen!
Wir informieren Sie regelmäßig über den Entwicklungsstand Ihres Kindes und stimmen die Erziehungsziele mit Ihnen ab.
Zudem werden Sie – wenn Sie möchten - in unserem pädagogischen Konzept geschult, so dass Sie es später weiterführen können.
Die Kontakte unserer Kinder und Jugendlichen mit ihrer Herkunftsfamilie wichtig.

und vieles mehr........